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Sind wir an unserem Ende Sondermüll?

07/05/2018

In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Feuerbestattungen vervielfacht. Inzwischen hat sie sogar die traditionelle Erdbestattung als häufigste Beisetzungsform abgelöst. Eine Entwicklung, die angesichts der damit einhergehenden Auswirkungen auf Natur und Umwelt beunruhigend ist.


Dazu einige Fakten:

Totenasche enthält in erheblichem Umfang Schwermetalle. Untersuchungen haben ergeben, daß der Gehalt des umweltschädlichen Stoffes Chrom VI so hoch war, daß die Aschen nicht einmal auf Hausmülldeponien hätten lagern dürfen.

Filtereinsätze von Krematorien werden in Bergwerkstollen endgelagert, da sie ein Gemisch aus Dioxinen, Quecksilber, Antibiotika und Zytostatika beinhalten.

Die Erdgasmenge, die für eine einzige Einäscherung benötigt wird, entspricht dem Energieäquivalent von rund 300 kWh – genug, um eine Wohnung einen ganzen Monat lang zu beheizen!

Pro Urne verbleiben vom Verstorbenen ca. 2 bis 3 Knochenmehl, darin enthalten sind auch künstliche Gelenke, Zähne und Prothesen. Auf diese Weise gelangen nahezu drei Tonnen ‚Sondermüll‘ pro Hektar in die Friedwälder und Ruheforste, die zum Teil in Natur- und Wasserschutzgebieten liegen. Für die Kommunen und für private Waldbesitzer ist das ein unkalkulierbares Risiko.

Als ökologisch beste Alternative bleibt uns die traditionelle Erdbestattung im umweltfreundlichen Sarg auf dem Friedhof. Hier gibt es nicht die bei einer Kremation entstehenden schädlichen Stoffe und unnötige CO2-Emissionen. Es werden keine erheblichen Eingriffe in sensible ökologische Lebensräume vorgenommen, und nicht zuletzt ist dies eine Fortsetzung unserer kulturellen Werte und jahrhundertalten Kultur des Totengedenkens.